Die früheste Erwähnung von Juden in der Stadt Recklinghausen ist für das Jahr 1305 belegt. Erst 1828 erfolgte die Gründung einer Gemeinde. 1829 wurde Jüdische Gemeinde Recklinghausen ins Stadtregister eingetragen. 1880 wurde die Synagoge erbaut und 1905 der jüdische Friedhof eröffnet, der bis heute existiert. Die Gemeinde wuchs stetig an. Hatte sie 1880 nur 72 Mitglieder, so konnte 1905 schon 298 Gemeindemitglieder gezählt werden. Von 1903 bis 1922 und später von 1934 bis 1938 war Recklinghausen Sitz eines Bezirksrabbiners.
Am 9. November 1938 wurde die Synagoge von Recklinghausen vollständig zerstört, viele Gemeindemitglieder flohen in die Niederlande, andere wurden später deportiert und ermordet.
Nach Kriegsende hielten sich nur 16 Juden in der Stadt auf. 1959 waren es 83. 1962 wurde dann mit den Nachbargemeinden die Jüdische Gemeinde Bochum-Herne-Recklinghausen gebildet. Diese hatte 76 Mitglieder im Jahr ihrer Gründung. 1990 begann der Zuzug von Juden aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion. 1997 wurde eine neue Synagoge eröffnet und 1999 trennte sich die Gemeinde von Bochum und es entstanden die Gemeinden Recklinghausen und Bochum-Herne-Hattingen. 2004 hatte die Gemeinde 624 Mitglieder, mehr als jemals zuvor in ihrer Geschichte.