Zur Führung jüdischer Gemeinden
Lassen Sie uns einen Blick darauf werfen, wie sich die Führung in den jüdischen Gemeinden Deutschlands von der anderer Länder der Welt unterscheidet. In allen Ländern haben die Menschen, die an der Spitze einer Gemeinde stehen diese Ehre durch ihre Errungenschaften verdient. Hier einige, vielleicht nicht ganz korrekte Beispiele: der Leiter der Föderation jüdischer Gemeinden der GUS, Lev Levajev, investiert jedes Jahr zweistellige Millionensummen in die Finanzierung jüdischer Schulen oder den Bau jüdischer Zentren. Arkadiy Gaidamak, kürzlich zum Mitglied des Kongresses jüdischer religiöser Gemeinden Russlands ernannt, hat seine Tätigkeit mit dem Bau des neuen Gemeindezentrums in Moskau im Wert von 30 000 000 $ begonnen. Ähnliche Leute stehen an der Spitze jüdischer Gemeinden in den USA. Schade, dass unter den Sponsoren des neuen Gemeindezentrums in München die Familie Knobloch nicht zu finden ist. Ich kann mir natürlich vorstellen, dass einige unablösbare Vorstände verschiedener jüdischer Gemeinden mir widersprechen würden, denn gerade ihnen gelingt es, mehr und mehr Staatsgelder aufzutreiben.
Aktivitäten der Führungen großer jüdischer Gemeinden in Deutschland bestehen darin, unzählige Empfänge zu besuchen und Veranstaltungen mit Anwesenheit der Presse und verschiedener Machtträger zu organisieren. Meiner Ansicht nach, führen jüdische Funktionäre eine endlose PR-Kampagne für sich selbst durch. Nicht weniger wichtig erscheint dabei folgender Aspekt der Tätigkeit des jüdischen Establishments-nämlich das Fordern von mehr finanziellen Mitteln für die ständig wachsenden Ausgaben für die „Integration".
Ihre Bedeutung in der Gesellschaft hat die Führung aussterbender jüdischer Gemeinden in Deutschland erst mit dem Beginn der Einwanderung von Juden aus der ehemaligen Sowjetunion erlangt. Gerade den Einwanderern verdankt sie ihren Übergang „vom Tellerwäscher zum Millionär".
Für wen werden Staatsgelder ausgegeben? Wen und wohin will die Führung jüdischer Gemeinden integrieren?
Noch ein paar Worte zur Zusammensetzung einer jüdischen Gemeinde (z.B. der Gemeinde Köln). Ein Drittel der Gemeindemitglieder sind Rentner, der Anteil der Jugendlichen beträgt nur 20%. Der Rest sind Mitglieder mittleren Alters, die meisten von ihnen über 50. Viele über 30 sind keine Mitglieder jüdischer Gemeinden. Viele von ihnen sind entweder erst gar nicht in die Gemeinde eingetreten oder sind aus ihr ausgetreten. Diese Kategorie sollte eigentlich das Fundament der Gemeinde bilden, doch gerade diese Leute fühlen sich nicht gut aufgenommen.